Drachen- und Schlangengötter

Regenbogenschlange

Die Regenbogenschlange (engl. Rainbow Serpent) ist eine zentrale Figur der Mythologie der Aborigines, der australischen Ureinwohner. Sie ist zweigeschlechtlich und ein wichtiges Wesen der Traumzeit. Die Regenbogenschlage formt in ihrer Erscheinung als weiblicher Erdgeist auf der Erde Berge, Täler und Wasserlöcher. In ihrer männlichen Erscheinung als Sonne schafft sie den Regenbogen. Die Regenbogenschlage trägt regional unterschiedliche Namen, z.B. Baiame im Osten, Ungud im Nordwesten, Mangela im Westen oder Pundjel im Süden Australiens. James Cowan geht davon aus, dass die Regenbogenschlange die aktive Kraft bei der Erschaffung der Welt in der Weltanschauung der Ureinwohner zu sein scheint. Sie gilt in fast allen Regionen als Schöpferwesen und erscheint stets als die Kraft, die Flüsse, Wasserlöcher oder Regen erzeugt. Unter dem Namen Bolan, Kunukban, Galaru oder Unjuat ist sie in den Tiefen der Meere verborgen und erscheint an ihren Ufern.

Amphisbaena

ie Amphisbaena oder Amphisbaene (auch: Amphisbaina, Amphisboena, Fenmine) ist ein Fabelwesen. Sie wird als zweiköpfige, meistens geflügelte Schlange oder als Drache geschildert; die beiden Köpfe befinden sich an den entgegengesetzten Enden des Körpers. Der Name setzt sich aus dem griechischen "amphi" = „beide“ und "bainein" = „gehen“ zusammen; die Amphisbaene vermag sich dank ihrer zwei Häupter in beide Richtungen fortzubewegen.

In antiken Berichten heißt es, dass eine tote Amphisbaene, um den Körper gewickelt, das beste Heilmittel gegen eine Erkältung sei; nagle ein Holzfäller den Kadaver an einen Baum, könne er diesen mit Leichtigkeit fällen.

Amphitere

Die Amphitere ist mit dem Gott Quezalcoatl verwandt, weshalb ihr frühe Völker Opfer darbrachten. Die Verehrung der frühen Völker diesem Drachen gegenüber ist auch der Grund, warum man Amphiteren an den Pyramiden der Maya und der Azteken häufig antrifft.

Der Amphitere besitzt grüne Federn, die über zwei Meter lang werden, und hat nur zwei Flügel. Am Boden bewegt sich der Amphitere kriechend wie eine Schlange. Amphiteres ist auch der Überbegriff für alle geflügelten Drachen ohne Beine, zu denen auch der Mottendrache und der Jaculus gehören. Das Wort "Amphitere" bezeichete früher (vor der Entdeckung Amerikas) den Jaculus, während die indigenen Völker Mittelamerikas die geflügelten Schlangen als "Coatl" bezeichneten, was "Schlange" bedeutet.

Quetzalcoatl

Der gewaltige Schlangengott Quetzalcoatl (Maya: Kukulcán), der über und über mit smaragdgrünen Federn bedeckt war, stand an der Spitze vieler alter Kulturen wie z.B. denen der Azteken und der Mayas. Als Gott des Windes, der Weisheit und des Lebens selbst schützt der große Wohltäter die Völker, deren Verehrung er genoss.

Zahllose mesoamerikanische Legenden erzählen die Abenteuer Quetzalcoatls. In der bekanntesten verjagt der grausame Gott Tezcatlipoca ihn aus Tula, der Hauptstadt des Toltekenreiches, in dem er herrschte. Dem listigen Tezcatlipoca gelang es, viele Einwohner der Stadt ins Verderben und in den Tod zu treiben. Quetzalcoatl überkam tiefe Verzweiflung, weil er sein Volk nicht zu retten vermochte, und begab sich auf einem Floß aus miteinander verflochten Schlangen über das weite Meer in die Verbannung nach Atlantis.

In einer anderen Version dieser Legende verleitet Tezcatlipoca Quetzalcoatl dazu, sich den Freuden des Trinkens und des Fleisches hinzugeben - so ausgiebig und gründlich, dass der Schlangengott sich an seiner Schwester vergeht. Zutiefst beschämt bleibt ihm auch in dieser Variante der Legende keine andere Wahl, als die Heimat zu verlassen.


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